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Frauentag und Frauenquote - nicht nötig bei uns!

  • Autorenbild: Der Knecht
    Der Knecht
  • 14. März 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Vorab: Die heute landauf, landab thematisierte Frauenquote ist für uns auf der Sonnhalde genauso irrig, wie sie für Wirtschaft und Politik unnötig ist.


Ob bei Schafen, Schweinen oder Hühnern, wir haben bei allen einen massiven Frauenüberhang - weil sie sich für das, was wir vorhaben viel besser eignen. Die Chefin wird sich ihre Tiere immer so zusammenstellen, dass sie bei gleicher Leistung das günstigere auswählt. Natürlich berücksichtigt die Chefin dabei nicht nur die vordergründigen, direkten Kosten von Anschaffung und Futter, sondern auch indirekte Kostentreiber wie z.B. Robustheit und Verfügbarkeit.


So muss ich mich als Knecht damit abfinden, dass ich als Maskulinum auf dem Hof in der Unterzahl bin. Feminine Eigenschaften und Fähigkeiten sind auf der Sonnhalde einfach wesentlich gefragter. Ich habe mir sogar schon überlegt, ob ich mich dagegen auflehnen sollte. Am „Tag des Knechts“ z.B. könnte ich ohrenbetäubend auf mich aufmerksam machen. Ich hab’s wieder verworfen. Wer würde an einem solchen Tag dann meine Arbeit machen? Zudem, weiss ich, dass die Chefin die Rechnung genau und richtig gemacht hat. In ihrem Betrieb rechnen sich nun einmal nur die Weiber: Hennen, Moren und Auen.


Und trotzdem: Testosteron fehlt dann und wann eben doch. Damit wir diesem Mangel (Achtung Wortspiel!) Herr werden, holen wir uns maskuline Dienstleistungen gelegentlich bei Externen. So mochte die Chefin am letzten Samstag eine More (weibliche Sau) zwecks einer frivolen Projektarbeit für ein paar Wochen zu einem potenten Eber bringen.


Doch die von der Obrigkeit bestimmte More liess sich - trotz zahllosen der so geliebten Frucht-stückchen - nicht dazu bringen, sich in den bereitstehenden Transportanhänger zu begeben. Während geschlagenen drei Stunden entwickelte die Chefin zulasten von uns, in der Kälte wartenden Männern, immer ausgeklügeltere Methoden, wie ihr Ziel doch noch durchzusetzen wäre. Es funktionierte nicht.



In einer Woche will sie einen zweiten Versuch wagen. Dabei will die Chefin keine Vorgaben mehr darüber machen, welche More delegiert werden soll; einzig der Einstieg auf den Transportanhänger soll durch ein neues Tor im Zaun noch etwas vereinfacht werden. Will auch dann keine der Moren ihre ihr zugedachte Arbeit tun, ist das nicht weiter schlimm. Dann gehen eben alle. Nur heisst das Ziel dann nicht Eber, sondern Wurst. Die frischen Ferkel kämen in diesem Fall von einer Fremden.

 
 
 

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